Bereits vor 1980 träumten einige in der Region von einem Golfplatz und der allergrößte Wunsch waren 18 Löcher.

Aber darauf zu kommen, einmal Grundstückseigner von alledem zu sein, war schlichtweg unvorstellbar, vermessen.

Der Verein war mittellos, besaß lediglich einen 22-seitigen Vertrag, in dem es auch um die Rücksichtnahme auf den

bestehenden Gutsbetrieb ging.

Dem entsprechend hatte man als Pächter von den vorhandenen Fakten auszugehen und musste sich bei der Planung

danach richten.

 

Die Fairwary-Anordnung in St. Andrews hat die Begriffe OUT und IN geprägt. Da diese jedoch für lange Wege und eingeschränkte Flexibilität stehen, entschieden wir uns für eine sinnvollere Anordnung der Bahnen.

Abgesehen von einem unbefestigten Parkplatz hinter dem Garagenschuppen, hatten wir 1982 im Gelände nahezu freie Hand

– nicht jedoch bei den Gebäuden.

 

Das hat sich inzwischen grundlegend geändert.

Als Eigentümer ist der Golfclub frei, den unansehnlichen, nicht denkmalgeschützten Garagenschuppen, der dem Barockgebäude gegenüber steht, abzureißen.

 

Ein Garagenschuppen ... blockiert das Barockgebäude.

 

Wir und unsere Gäste kommen zum Golf spielen nach Hochstatt und nicht wegen dem Clubhaus.

 –  Hier wurde ausreichend investiert.

Zur qualifizierten Weiterentwicklung des Golfplatzes hat Dr. Konrad Scheuermann im Jahre 2013 deshalb einen detaillierten und in sich schlüssigen Vorschlag unterbreitet, welcher eine deutliche Aufwertung der Golfanlage zum Ziel hat.

Er führt zu einer harmonischen Vereinigung von der Meisterschaftsanlage und dem ursprünglichen Barock-Ensemble, nachhaltig zum beiderseitigen Vorteil, gerade so als sei Alles zusammen geplant gewesen.

 

Um dieses Plus zu erreichen, bedarf es dazu lediglich der Umkehr der Spielrichtungen bei zwei Bahnen.

Im Einzelnen würde das so aussehen:

 

  • Fairways, Bunker und Wasseranschlüsse sind genauso vorhanden wie Rollrasen für die neuen Abschläge.                                  Das Prinzip der kurzen Wege bleibt ebenfalls erhalten, da kein Green-Abschlag-Weg länger ist als jener von der 5 zur 6.
  • Die zweiten Neun beginnt man von einem neuen Tee 10 neben dem jetzigen Grün 18 und vor der bestehenden (Halfway-) Hütte. Es geht dann über das bestehende Fairway als Par 4 leicht abwärts zum neuen 10-er Green neben dem derzeitigen Abschlag 18.
  • Dieses Green verlässt man nach hinten um zu dem schräg unterhalb liegenden Abschlag zu kommen und spielt wie bisher die Bahnen 11, 12, 13, 14, 15, 16 bis zum Green 17.
  • Von dort geht es geradewegs zum erhöht positionierten Tee 18 rechts vom derzeitigen Grün zehn.                                               Das etwas kürzere  Par 4 führt leicht aufwärts mit direkter Spiel- und freier Blickrichtung  zur ehemaligen Residenz.                 Das neue 18-er Green liegt  vor dem offenen Barock-Ensemble etwas links vom derzeitigen Abschlag zehn.                              Und dessen schöne Quadersteine empfehlen sich zur Gestaltung des neuen Tee 18.

 

Durch die vorgenannten Maßnahmen vereinnahmt der Platz das mit 333 Jahren, vermutlich älteste deutsche Clubhaus und bindet es wie selbstverständlich in den Spielablauf ein. Hochstatt erlangt damit ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal als Markenzeichen für die authentische Verknüpfung von Golf & Kultur.

Das Schloss ähnliche Barockgebäude wäre somit ganz für den Platz da und Greenfee-Spieler/-innen würden sich intuitiv das schöne Bild einer ausgewogenen Meisterschaftsanlage mit einem einmalig edlen Abschluss einprägen.

Auf Hochstatt bräuchte man also nur etwas aus dem zu machen, was anderorts unmöglich ist.

 

Im Weiteren folgen nun die nötigen Ausführungen bezüglich der Greenkeeper-Werkstatt wie auch den Parkmöglichkeiten.

 

  • Mit der oberen Scheune hat man in kurzer Entfernung zur Lagerstätte von Sand, Humus, usw. einen idealen Standort für die zentrale Unterbringung aller Maschinen samt angemessenen Arbeitsräumen für die Greenkeeper des                                        Golf-Club HOCHSTATT Härtsfeld-Ries e.V.                                                                                                                      Ergonomisch kommt dies der Golfanlage und ihrem gesamten Unterhaltsaufwand zugute.
  • Nach Abriss des Garagenschuppens versteht es sich von selbst, dass zwischen Green und Barockhaus kein Parkplatz mehr sein kann. Ersatzweise erfolgt die knappe Verdopplung des befestigten Parkplatzes bis direkt an die Schatten spendende Caddyraum-Scheune.

 

Das vorgelegte Zukunftskonzept bietet die Möglichkeit, dass es nacheinander, über einen Zeitraum von mehreren Jahren in sinnvollen Einzelschritten – weitestgehend in Eigenregie – umgesetzt werden kann:

Unter Berücksichtigung der Wetterverhältnisse und ohne den bei Firmen üblichen Termindruck.

Also genauso wie unser kompetentes Greenkeeper-Team bereits Abschläge, Wasserhindernisse und Anderes gut gebaut und schön gestaltet hat – Einschränkungen des Spielbetriebs sind dazu nicht erforderlich.

 

Zur Veranschaulichung des Vorschlags hier noch zwei Bilder, die Sie durch anklicken 2 mal vergrößern können:

 

Aus der Vogelperspektive: Die Bahnenumkehr von 10/18                                  ... und die Barockresidenz als Golf-Ensemble.

Mit der beschriebenen Innovation avanciert Hochstatt automatisch zu einem unvergleichlich besonderen Golfplatz

– vom Betreten der Anlage bis zum Verlassen des Clubhauses.

 

 

Schlussbemerkung:

Für die vier Vorbesitzer stellte das Hochplateau von Hochstatt lediglich ein Bruchteil ihres Gesamt-Grundbesitzes dar.

Sie waren allesamt mächtig und vermögend, mit jeweils sehr langem Atem.

Dies ist beim jetzigen Hochstatt-Eigner jedoch völlig anders da der Golfclub über kein passives Einkommen verfügt und nur von seinen Mitgliedern aus sich selbst lebt.

Aus diesem Grund kann es nicht um unrealistische Visionen gehen, denn es gilt das Folgende unbedingt zu beachten:

Es muss immer oberstes Ziel sein, dass unser Sport-Club finanziell gesund bleibt und sich sämtliche Maßnahmen den pekuniären Möglichkeiten des Vereins unterordnen.

Dies hat jedoch nichts mit Stillstand zu tun, denn unser Club wurde ab 1980 – aus dem Nichts – erfolgreich aufgebaut und bis 2015 mit Augenmaß substantiell weiterentwickelt.

 

Übrigens:

Die kursierende Vision zu einer Parkplatz-Anlage und einem zusätzlichen Restaurant-Neubau auf Hochstatt, samt Amputation des Barock-Ensembles, zeigt lediglich ein Millionen-Grab und hat nichts mit dem Golfspiel zu tun.